Die Prägezeit beim Hund umfasst die ersten 4 Monate seines Lebens. Was Hunde in der Prägezeit erlernen und erfahren, werden sie ihr Leben lang nicht vergessen und auch in ungewohnten oder neuen Situationen anwenden können.
Der Welpe kommt in der Regel im Alter von 8-9 Wochen in einer ganz entscheidenden Entwicklungsphase in seine neue Familie, es wird dabei ein wichtiger Lernprozess mit gleichaltrigen Artgenossen unterbrochen. Es sind keine Geschwister mehr da, mit denen Sozialverhalten eingeübt und gefestigt werden könnte.

Kontakte zu erwachsenen Hunden, die man täglich trifft, sind zwar gut, können das Lernen unter Gleichaltrigen aber nicht ersetzen. Dieses Defizit läßt sich sehr gut durch den Besuch einer Welpenspiel- und Prägegruppe ausgleichen. In diesen Gruppen ist das kontrollierte und gesteuerte Spielen und Toben ebenso wichtig wie das schrittweise Heranführen an optische und akustische Reize. Das Ziel ist die bestmögliche Vorbereitung auf die verschiedenen Umweltsituationen.

Einer der wichtigsten Punkte ist hier der Aufbau einer engen Hund-Führerbindung. In den Prägetagen bekommen Sie wertvolle Anregungen, wie Sie den Folgetrieb und die Anhänglichkeit des Welpen für die spätere Erziehung und den Aufbau dieser Bindung nutzen können. Diese wird besonders durch das Spielen und die für den Welpen lebensnotwendige Geborgenheit und Vertrauensaufbau gefördert.